Random Facts – Was wir während unseres Roadtrips über Schweden gelernt haben –

Wenn man zwei Wochen durch Schweden fährt, dann hat man ausreichend Zeit sich einiges genau an zu gucken. Auf unserer Reise sind uns allerlei Besonderheiten aufgefallen, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Die markantesten Beobachtungen haben wir für euch zusammengefasst: 

Einkaufen
  • Es war insgesamt weniger teuer als erwartet. Besonders auffällig sind die Unterschiede jedoch beim Fleisch und an der Obst- und Gemüsetheke. 
  • Im Supermarkt werden hauptsächlich lose Kartoffeln verkauft. Ich fand das prima, denn ich esse selten 2 kg Kartoffeln und so konnte ich mir genau die richtige Grillgröße herauspicken. Außerdem sehen die Kartöffelchen aus, wie gerade aus der Erde gezogen und schmeckten viel besser als zu Hause!
  • Schwedische Supermärkte sind insgesamt ein Erlebnis. Ich liebe es ja eh im Ausland einkaufen zu gehen und in Schweden gibt es soviel zu entdecken! 
  • Das Grillen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Grilltheke ist voll mit Würstchen aller Art, die wir aber unter dem Großbegriff “Wiener” zusammenfassen würde. Kochwiener, Grillwiener, Chorizo, … Und wenn man doch mal Steak findet, dann kommt es in großen unzerteilten Brocken daher. Dafür ist es aber meist sehr gut gewürzt, was für die Unannehmlichkeiten entschädigt. 
  • Man findet kaum Wasser ohne Kohlensäure. Vermutlich wird das eher aus dem Hahn getrunken und niemand würde es in Plasteflaschen kaufen, aber uns waren die Campingplatzleitungen doch manchmal suspekt. 
  • LOPPIS. Ein Wort, dass man in jedem Kaff am Straßenrand auf mindestens einem Schild lesen kann. Laut google-Übersetzer heißt es “Floh”. In der Realität ist es ein Antik-Trödel-Ramsch-Verkauf den jeder zweite Schwede vor seinem Haus betreibt. 
Verkehr
  • Es gibt überall Internet. Ich meine jetzt nicht ausgesprochen freies WLAN, sondern der Handyempfang ist einfach besser. Hinter dem letzten Baum und am Strand am Ende der Welt auf Ö(d)land kommt LTE im Handy an. Das machte das bloggen auch so einfach – auf dem Heimweg auf der deutschen Autobahn reichte es dann nicht mal mehr zum googeln… 
  • Auch wenn die Häuser fernab der Hauptstraße stehen sind die dazugehörigen Briefkästen direkt am Straßenrand. Die Postautos sind Rechtslenker, damit die Postleute nur die Tür öffnen müssen, um die Post in den Kasten zu stecken. 
  • Entgegen der Info im Reiseführer fahren Schweden prinzipiell nicht entspannt Auto. Sie drängeln und sind viel zu schnell unterwegs. 
  • Nicht jede Straße auf dem Navi ist auch eine! Selbst Forstwege und zugewucherte Waldschneisen zeigte uns TomTom als mögliche Wege an. 
  • Mindestens jeder zweite Schwede scheint einen Oldtimer zu besitzen. Die Straßen sind voll mit alten amerikanischen auf Hochglanz polierten Autos. 
Übernachten
  • Wir hatten ja schon öfter erwähnt, dass es mit dem Camping nicht so einfach ist wie erhofft. Ziemlich oft stehen Verbotsschilder an schönen Plätzen. Und auch wenn man denkt man ist fernab der Zivilisation steht am Ende der Straße doch wieder ein Haus.
  • Wo Camping nicht ausdrücklich verboten ist war meist jemand schneller. So hatten wir im Endeffekt nur eine Nacht in völliger Einsamkeit. Aber das war auch wirklich eine der schönsten!
Essen
  • Die besten Burger gibt’s in Schweden! 
  • Hot dogs bei Ikea hingegen lohnen gar nicht. Es fehlen sowohl Gürkchen als auch Röstzwiebeln. Da könnt ihr euch jetzt ausrechnen, was übrig bleibt. Überhaupt gibt es hier überall Hot dogs. Da sollte man besser die Finger von lassen…
  • Auch Brunch bei Ikea kann man getrost vergessen. 
Klarkommen
  • Man kann alles mit Visa zahlen. Selbst eine Kugel Eis an der Eisdiele um die Ecke. Wir waren in Göteborg in einem Shopping-Center in dem man einmal Pipi mit Visa zahlen konnte.
  • Die Küsten sind überfüllt. Wenn man Menschenmassen meiden möchte und seine Chancen auf einen freien Campingplatz erhöhen, sollte man zur Ferienzeit lieber ins Landesinnere oder weiter nach Norden.
  • Selbst die ältere Generation spricht englisch. Man kann sich also überall wunderbar verständigen. 
Fortschrittlich
  • Toiletten sind fast überall Unisex. Das verkürzt Missmut und Wartezeiten. 
  • Am Lidl haben wir eine Ladestation für E-Fahrräder entdeckt. Außerdem gab es eine Luftpumpe für’s Rad. 
  • Schon in Südschweden fiel uns manchmal auf, dass teilweise Blumen mitten in Kornfeldern blühen. Je weiter wir in den Norden kamen umso öfter begegnete uns dieses Phänomen, besonders auf kleineren Feldern. Vielleicht setzen die Schweden weniger Unkrautvernichter ein?
 


2 thoughts on “Random Facts – Was wir während unseres Roadtrips über Schweden gelernt haben –”

  • Oh, ist das toll:-) Habe gerade mal ganz zufällig und voller Überdruss auf alle Dinge, die am Computer auf mich warten, nachgeschaut, ob’s was Neues gibt und siehe da… eine Fortsetzung mit tollem neuem Startfoto. An die Phänomene Kartoffeln und Floh-Markt kann ich mich von Bornholm erinnern – vielleicht ist es was Nordeuropäisches?
    Ich hoffe, ihr habt eure Flitterwochen trotz der Menschenmassen an Schwedens Stränden als entspannt in Erinnerung, wenn das mal in Vergessenheit geraten sollte, empfehle ich Berliner Baustellen oder S-Bahn-Chaos, das relativiert dann die Weltsicht:-)

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