Göteborg i

Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Schwedens. Weil wir Stockholm ausgelassen hatten wollten wir nun doch zumindest noch eine “richtige” schwedische Stadt sehen und machten einen Abstecher nach Göteborg an der Westküste.

Von Norden aus kamen wir in die Stadt und waren zunächst etwas irritiert, weil es sehr viele Park and Ride Parkplätze gab – das Auto abstellen und mit den Öffentlichen in die City. Eigentlich kam das für uns nicht in Frage, aber wir befürchteten, dass wir in der Innenstadt überhaupt keinen Parkplatz mehr finden würden.

Wie meistens gingen wir recht unvoreingenommen (oder unvorbereitet?) an die ganze Sache heran. Ich hatte morgens einmal kurz in den Reiseführer geschaut und mir den Stadtplan angeschaut, um zu sehen, wo ungefähr das Zentrum ist. Als wir rein fuhren wurde die Entscheidung Richtung Centrum Süd statt Nord zu fahren also auch eher aus dem Bauch heraus getroffen, erwies sich dann aber als Glückstreffer. Direkt vor dem Theater fanden wir einen freien Parkplatz! Wir parkten neben einem Greifswalder Camper und bezahlten auch “nur” 12€ für vier Stunden Parkzeit. Nach Schauergeschichten, die ich schon aus anderen skandinavischen Städten gehört hatte und 40€ für einen Tag parken in Venedig war das aber durchaus zu verkraften.

Das Theater liegt ziemlich am Beginn der innerstädtischen Fußgängerzone und so mussten wir nur aussteigen und waren mitten im Getümmel. Wir entschieden zunächst mal bis zum Hafen zu gehen. Auf dem Weg dahin gefiel uns Göteborg schon ganz gut. Einhörnige Seepferdchen an den Straßenlaternen waren nur eins der niedlichen Details im Stadtbild. Ergänzt von kleinen Gassen und wunderschönen Blumenläden ergab sich ein nettes Gesamtbild.
Am Hafen kehrte sich das ein wenig um, da auch hier wieder überall gebaut wurde.

Auf dem Rückweg durch ein riesiges Shoppingcenter und durch die Einkaufsmeile hob sich der erste Eindruck leider ein wenig auf. Auch Göteborg zeigte uns das immerwährende Mantra europäischer Innenstädte H&M (okay, das ist zumindest schwedisch), Zara, Bodyshop und an jeder Ecke ein stinkender Lush, wie schon in Kopenhagen.

Das alles macht hungrig. Obwohl auswärts essen in Skandinavien prinzipiell recht teuer ist gibt es doch oft gute Mittagsangebote. Wir fanden also ein kleines Restaurant namens S.A.K. (swedish american kitchen), das mittags jeden Tag zwei Menüs und einen Burger der Wochen in Fleisch- und vegetarischer Ausführung anbot. Dazu gab es ein Salatbuffet, Kaffee und Kekse. Mir hätte alleine das Salatbuffet gereicht, um satt zu werden – aber auch hier war der Burger wirklich gut. Trüffelmayonnaise und karamellisierte Zwiebeln mit Thymian. Da können die hippen Berliner Burger wirklich einpacken!

(Fortsetzung folgt)

 

2 Antworten auf „Göteborg i“

  1. Na das hat sich doch gelohnt und den Bildern nach zu urteilen war sogar mal wieder schönes Wetter.
    Übers Schlafplätzchen finden in Schweden etc. möchten wir gerne mal genauer mit euch quatschen:-)
    Bis bald

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