Auf der Hamburger Hallig

Mit ein bisschen Verspätung sind wir nun endlich in den Urlaub gestartet. Auch die Fahrt dauerte länger als geplant. Auf Stau folgte Stau – die ganze A24 lang. Aber was soll’s. Nach einem kurzen abendlichen Abstecher nach Bad Segeberg sind wir dann am Montag auf Hamburger Hallig bei Husum an der deutschen Nordseeküste gefahren. Zunächst waren wir ein wenig enttäuscht, weil die Rechercheabteilung im Hause Bergmann ihren Job nur halbherzig gemacht hatte. So kam man zwar praktischerweise zu Fuß auf die Hallig, konnte aber nicht, wie man es von einer Hallig erwartet, vom Land abgeschnitten und nur von Nordsee umgeben auf dem Hügelchen sitzen.

Nichtsdestotrotz war es landschaftlich sehr schön. Auf dem Parkplatz am Amsinckhaus kann man entscheiden, ob man die 4 km bis zur Hallig zu Fuß  mit Rad oder Auto zurücklegt. Für das Auto bräuchte man eine Wegekarte für 6 Euro, zu Fuß ist gratis und für je 2 € kann man sich ein Fahrrad am Verleih mitnehmen. Wir haben uns für das Fahrrad entschieden und waren nachher froh, dass wir nicht zu Fuß durch die “Wüste” mussten. Hinter dem Deich kommt nur noch plattes Land. Die Hamburger Hallig ist von einer der größten Salzwiesen Schleswig-Holsteins umgeben, mehr als 1000 ha. Regelmäßig wird das Land hier überflutet, aber momentan grasen die Schafe in absoluter Dürre. Das Land hier wird nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Stattdessen untersucht man hier die Auswirkung der Beweidung auf die Salzwiesen. Dort wo die Schafe nicht hin dürfen blüht die sonst seltene Strandaster lila und bietet Lebensraum und Nahrung für über 20 Insektenarten.

Wenn man den Weg an den Schafen vorbei den deich entlang hinter sich hat, kommt man auf der Hallig an. Hier gibt es den Hallig Kroog, ein nettes Restaurant. Nachdem wir an der Wasserkante waren und ein bisschen die Nordsee beobachtet haben sind wir noch im Kroog eingekehrt, um uns ein Cordon Bleu vom nordfriesischen Schwein, gefüllt mit Friesenkäse und Deichlammschinken zu teilen. Dazu stilecht ein Flensburger. Sehr regional heute alles!

Dann sollte es für uns weiter nach Dänemark gehen. Mittlerweile kann man nicht mehr einfach über die Grenze fahren, sondern alle werden langsam durchgewunken und begutachtet. Wider Erwarten wurden wir aber nicht angehalten…

In Dänemark haben wir einen hübschen Campingplatz gefunden und waren abends noch am Strand. Oder eher am besandeten Hafen. Zum Baden gefiel es uns nicht so gut, aber wir sind eine Weile durchs Wasser gelaufen und haben Krabben beobachtet. Bis Basti sich auf eine drauf gestellt hat und sie ihm in den Zeh gekniffen hat.


 

 



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